In Zeiten der Pandemie haben sich viele von uns mit der Frage beschäftigt, was uns wirklich glücklich macht. Die gewohnten Ablenkungen und äußeren Quellen des Glücks, auf die wir oft bauen – sei es das Reisen, das gesellschaftliche Leben oder materielle Sicherheit – waren plötzlich eingeschränkt oder nicht mehr verfügbar. Diese Zeit hat bei vielen ein Umdenken angestoßen: Vielleicht liegt das wahre Glück nicht im Außen, sondern in uns selbst?
Der trügerische Schein des äußeren Glücks
Jeder Mensch sehnt sich danach, glücklich zu sein. Wir streben nach den Dingen, die uns Freude versprechen: ein neues Auto, eine Gehaltserhöhung, ein größeres Haus, ein idealer Partner oder der perfekte Urlaub. Doch wie viele von uns haben die Erfahrung gemacht, dass diese Dinge nur kurzzeitiges Glück bringen? Das neue Auto, das am Anfang so viel Freude bereitet, wird irgendwann alltäglich. Das höhere Gehalt, auf das wir so lange hingearbeitet haben, reicht schon bald nicht mehr aus. Und selbst das vermeintlich perfekte Leben bringt neue Herausforderungen und Unsicherheiten mit sich.
Das Problem mit dem äußeren Glück ist, dass es von Bedingungen abhängt. Die Welt um uns herum ist ständig im Wandel, und mit ihr verändern sich auch die Umstände, die uns einst glücklich gemacht haben. Selbst wenn wir das bekommen, was wir wollen, hält dieses Glück oft nicht lange an. Psychologen nennen dieses Phänomen die „Hedonistische Tretmühle“: Wir gewöhnen uns an unsere neuen Errungenschaften und brauchen immer mehr oder etwas anderes, um erneut Glück zu empfinden. So geraten wir in einen Kreislauf des ständigen Strebens nach dem nächsten großen Ziel – ohne jemals wirklich anzukommen.
Die Pandemie als Weckruf: Wo liegt das wahre Glück?
Die Einschränkungen und Unsicherheiten der Pandemie haben viele Menschen gezwungen, innezuhalten. Sie haben erkannt, dass das äußere Glück brüchig und vergänglich ist und sich gefragt, ob es vielleicht eine andere Quelle des Glücks gibt – eine, die nicht von äußeren Umständen abhängt.
In diesen Momenten des Rückzugs und der Ruhe beginnen viele, sich auf die innere Welt zu konzentrieren. Meditation, Achtsamkeit und das Besinnen auf den Moment gewinnen zunehmend an Bedeutung. Diese Praktiken bieten uns die Möglichkeit, uns von den ständigen Erwartungen und Wünschen zu lösen und einen Ort der Ruhe und Zufriedenheit in uns selbst zu finden. Wir lernen, dass Glück und Frieden keine äußeren Umstände sind, sondern innere Zustände, die wir kultivieren können.
Meditation: Der Schlüssel zum inneren Glück?
Meditation ist eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Methoden, um inneren Frieden zu finden. Durch regelmäßige Praxis lernen wir, unsere Gedanken zu beobachten, ohne uns in ihnen zu verlieren. Wir erkennen, dass Glück nicht in dem besteht, was wir haben oder erreichen, sondern in dem, was wir im Moment erleben.
Studien zeigen, dass Meditation helfen kann, das Gehirn zu verändern und Bereiche zu stärken, die für positive Emotionen und Wohlbefinden zuständig sind. Menschen, die regelmäßig meditieren, berichten oft, dass sie weniger gestresst und zufriedener sind – unabhängig davon, was in ihrem Leben geschieht. Sie erleben eine tiefere Verbindung zu sich selbst und sind in der Lage, Glück unabhängig von äußeren Bedingungen zu empfinden.
Fazit: Das wahre Glück liegt in uns selbst
Immer mehr Menschen erkennen, dass das Streben nach äußerem Glück ein endloser und oft unbefriedigender Weg ist. Das wahre Glück liegt in uns selbst, und wir können es durch Achtsamkeit und Meditation finden. Es ist ein innerer Zustand, der weder Besitz noch äußeren Erfolg erfordert, sondern allein durch die Beziehung zu uns selbst und zum gegenwärtigen Moment entsteht.
Gerade in unsicheren Zeiten wie der Pandemie kann diese Erkenntnis uns Halt geben. Sie zeigt uns, dass wir trotz aller äußeren Herausforderungen immer einen Ort des Friedens und des Glücks in uns finden können.



